KARL und die Probenahme

Bei stärkeren Niederschlägen kommt es zu Einleitungen in unsere Gewässer. Aus dem Mischssystem passiert das etwa 30-40 mal im Jahr, dass unbehandeltes Abwasser in unsere Gewässer eingeleitet wird. Dabei werden auch erhebliche Schadstofffrachten emittiert. Dies passiert nicht nur aus dem Mischsystem, sondern auch aus dem Trennsystem. Aber wie viel eigentlich?

Auch diese Fragestellung wird in KARL adressiert. Artikel 21 regelt die Überwachung der Einleitungen. Zukünftig sollen auch Mischwasserüberläufe und auch Regenwassereinleitungen gezielt überwacht werden.

„… die repräsentative Überwachung von Mischwasserüberläufen in Wasserkörper und von Einleitungen von Siedlungsabflüssen aus Trennkanalisationen an relevanten Stellen — zur Schätzung der Konzentrationen und der Frachten der Parameter in Anhang I Tabelle 1 und gegebenenfalls Tabelle 2 — sowie des Mikroplastikgehalts und einschlägiger Schadstoffe durchführen…“
Das bedeutet: CSB, BSB, TOC, AFS ggf. N und P. Das allein ist schon überaus herausfordernd. Noch spannender wird es bei der Frage - "Wie?" Als Probenahmeverfahren ist nur die 24h-Mischprobe genannt, diese dann durchfluss- oder zeitproportional. Dies würde im Kontext der Dynamik von Regenereignissen aber keinen Sinn machen. Hier macht aus unserer Sicht nur eine ereignisgesteuerte und durchflussproportionale Probenahme Sinn, um auch die tatsächliche Fracht zu repräsentieren und damit eine wertvolle Entscheidungshilfe bei der Ableitung von Maßnahmen zu sein.

Mit unserem NivuFlow Mobile haben wir das richtige Werkzeug. Temporär vor Ort genau den Durchfluss messen und die Probenahme steuern.


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