Warum 10 m/h nicht mehr reichen …
Regenklärbecken, die früher nach DWA‑M 153 mit einer Oberflächenbeschickung von 10 m/h bemessen wurden, galten lange Zeit als Stand der Technik.
Doch mit dem A 102 2 hat sich das Spiel grundlegend verändert. Der neue emissionsbezogene Ansatz fordert deutlich höhere Gesamtwirkungsgrade, um die Grenzwerte für AFS 63 einzuhalten.
Und genau hier entsteht das Problem:
- 10 m/h liefern theoretisch nur etwa 25 % Wirkungsgrad
- Für viele Einzugsgebiete mit Flächen der Kategorie II & III ist das deutlich zu wenig
- Bestandsanlagen erscheinen rechnerisch plötzlich „nicht ausreichend“ – selbst wenn sie in der Praxis gut funktionieren
Das führt zu einer Situation, die viele Kommunen, Betreiber und Ingenieurbüros kennen: Der rechnerische Nachweis scheitert. Muss also alles neu gebaut werden? Nicht unbedingt.
Im nächsten DWA-A 102-Beitrag zeigen wir, wie moderne Messkampagnen die Lücke zwischen Theorie und Praxis schließen – und warum sie für viele Bestandsanlagen der Grundstein für wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen sind.