Anforderungen an das Trennsystem
nach DWA-A 102-2

Die Gewässer in Deutschland befinden sich flächendeckend nicht in einem guten chemischen Zustand. Das Arbeitsblatt DWA-A 102 reagiert darauf, indem es Emissionen aus Oberflächenabflüssen stärker in den Fokus rückt und für Trennsysteme strengere Anforderungen an die Wirksamkeit von Regenklärbecken formuliert. Viele Bestandsanlagen, die nach dem Merkblatt DWA-M 153 mit einer typischen Oberflächenbeschickung von 10 m/h bemessen wurden, sind in dieser Form künftig häufig nicht mehr genehmigungsfähig.

Neu gefordert wird im DWA-A 102-2 „Emissionsbezogene Bewertungen und Regelungen“ ein rechnerischer AFS63 Emissionsgrenzwert von maximal 280 kg pro Hektar und Jahr. In Bestandssystemen mit Flächenanteilen der Kategorien 2 und 3 lässt sich dieser Wert mit der DWA-M 153-Bemessung in der Regel kaum erreichen, was einen klaren Handlungsbedarf auslöst. Klassische Maßnahmen bedeuten Neubau oder Vergrößerung von Becken; Es gibt jedoch Alternativen. 

Ziel

  • Einhaltung der Emissionsgrenzwerte aus dem DWA-A 102
  • Bestehende Infrastruktur möglichst erhalten
  • Wirtschaftlich und ökologisch die beste Lösung finden

Vorgehen

  1. Erheben der Flächen im Einzugsgebiet
  2. Ermittlung des mittleren Stoffabtrags
  3. Berechnung der erforderlichen Wirksamkeit
  4. Durchführen einer Messkampagne zur Bewertung
  5. Wirtschaftlich und ökologisch beste Lösung finden

Herangehensweise ermitteln

  • Im Vorfeld einer Maßnahme sollte zunächst der Handlungsbedarf geprüft werden
  • Aus der Größe der Anschlussflächen und ihrer Flächenkategorisierung ergibt sich der rechnerische mittlere Stoffabtrag in AFS63 in kg/ha*a
  • Mit dem rechnerischen Stoffabtrag kann die erforderliche Wirksamkeit berechnet werden
  • Aus dem rechnerischen behandlungspflichtigen Abfluss und den im A 102 dargestellten Gesamtwirkungsgraden ergibt sich die Reinigungs-leistung des Bestandssystems

Maßnahmen gezielt planen

  • Jedes Einzugsgebiet ist individuell
  • Das genaue betrachten der Vor-Ort-Situation hilft dabei die beste Lösung für die individuelle Situation zu finden
  • Abhängig von erforderlicher Wirksamkeit und äußeren Rahmenbedingungen:
    • Beckenvergrößerung oder Neubau
    • Ausrüstung mit Lamellenklärern
    • Technische Lösung
  • Einfacher messtechnischer Nachweis

Die beste Lösung für jedes Einzugsgebiet ist eine individuelle Lösung

Regenklärbecken die auf eine Oberflächenbeschickung von 10 m/h nach dem M 153 bemessen wurden, haben einen theoretischen Gesamtwirkungs-grad von etwa 25 % bezogen auf AFS63. Für die angeschlossenen Systeme reicht dies mit dem Emissionsansatz nach dem DWA-A102 in der Regel nicht aus. Häufig sind Sanierungsmaßnahmen notwendig. Individuelle Einzugsgebiete und Abflusssituationen erfordern individuelle Lösungen. 

Wer strategisch vorab systematisch misst – wie die tatsächliche Schadstofffracht aus dem Einzugsgebiet anfällt, wie abflusswirksam das Einzugsgebiet ist und wie die äußeren Rahmenbedingungen aussehen – kann die beste Lösung identifizieren. So lassen sich die Bewirtschaftungskosten im Trenn-system senken und gleichzeitig die ökologisch optimale Variante umsetzen.


Die Umwelt schützen und
wirtschaftlich handeln!


DWA-A 102 | Mit Messdaten zur besten Lösung für Regenklärbecken im Bestand

Regenklärbecken, die nach dem Merkblatt DWA‑M 153 mit einer typischen Oberflächenbeschickung von 10 m/h bemessen wurden, müssen in Zukunft häufig, in Abhängigkeit von den angeschlossenen Flächen optimiert werden.

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