Mit Messdaten zur besten Lösung für
Regenklärbecken im Bestand

Regenklärbecken, die nach dem Merkblatt DWA‑M 153 mit einer typischen Oberflächenbeschickung von 10 m/h bemessen wurden, müssen in Zukunft häufig, in Abhängigkeit von den angeschlossenen Flächen optimiert werden.

Bei der Suche nach der individuell besten Lösung helfen vorab durchgeführte Messkampagnen. Die rechnerischen Ansätze im DWA-A 102 sind pauschale Werte. Ein kausaler Zusammenhang zwischen dem echten Schadstoffaufkommen im Einzugsgebiet und den Flächenkategorien ist häufig nicht gegeben. So kann es vorkommen, dass die reale Verschmutzung im Einzugsgebiet deutlich geringer ausfällt als sie sich rechnerisch darstellt. Eine Optimierung des Bauwerks ist in einem solchen Fall ökologisch nicht zielführend und nicht wirtschaftlich.

Ein ähnlicher Zusammenhang besteht zwischen dem Bemessungszufluss und dem tatsächlichem Abflussbeiwert. In Abhängigkeit von der Struktur im Einzugsgebiet kann die echte Abflusswirksamkeit erheblich geringer ausfallen, als sie sich aus den Bestandsdaten herleiten lässt. Hier hilft eine Messkampagne, die Situation neu zu bewerten und die Beste Lösung abzuleiten.

Ziel

  • Einhalten der Emissionsgrenzwerte aus dem DWA-A 102
  • Den Abflussbeiwert im Einzugsgebiet ermitteln, um so Qkrit neu zu bemessen
  • Verschmutzung im Einzugsgebiet mit einer Messkampagne nachweisen
     

Vorgehen

  1. Installation von Messgeräten
  2. Durchführen einer Messkampagne
  3. Dokumentation von Frachten
  4. Bewertung der Ergebnisse in Abstimmung mit der Behörde

Option 1: Reduzierung des Abflussbeiwertes

  • Messung des Niederschlags direkt im Einzugsgebiet
  • Erfassung der Zuflüsse zu der Behandlungsanlage
  • Ermitteln der Mulden- und Benetzungsverluste
  • Berechnung der Abflusswirksamkeit aus dem Einzugsgebiet
  • Ableitung des fD-Faktors
  • Neuberechnung des Qkrit und der Oberflächenbeschickung
  • Neubestimmung der Wirksamkeit des Bestandssystems

Option 2: Nachweis der Verschmutzung aus dem Einzugsgebiet

  • Messung der AFSeq-Konzentration mit dem NIVUS PKMSensor und des Durchflusses im Ablauf der Anlage
  • Berechnung der eingetragenen Frachten
  • Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde zu möglichen Maßnahmen
  • Bewertung der Ergebnisse:

    • Ist die Verschmutzung so stark, dass eine Behandlung bzw. eine Optimierung erforderlich ist?
    • Wie groß ist das Erfordernis?
    • Welche Maßnahmen können zur Zielerreichung durchgeführt werden?

     

Mit Messdaten zum wirtschaftlich und ökologisch besten Konzept

Durch gezielte Messkampagnen im Einzugsgebiet lassen sich häufig geringere Verschmutzungsfrachten nachweisen. Eine begleitende Niederschlags-Abfluss-Messkampagne kann zudem zeigen, dass die Abflusswirksamkeit niedriger ist, als pauschal angesetzt. Beides eröffnet die Möglichkeit, Bestandsanlagen ohne aufwendige Sanierungen weiterhin zu betreiben und dabei die Anforderungen an den Gewässerschutz einzuhalten. 

So werden unnötige und unwirtschaftliche Maßnahmen vermieden und Mittel dort eingesetzt, wo sie nachweislich die größte Wirkung entfalten. Gleichzeitig kann die Bewertung der Schmutzfrachtverläufe auch bei der Planung von Maßnahmen hilfreich sein.


Messen statt Neubau!


DWA-A 102 | Anforderungen an das Trennsystem nach DWA-A 102-2

Die Gewässer in Deutschland befinden sich flächendeckend nicht in einem guten chemischen Zustand. Das Arbeitsblatt DWA-A 102 reagiert darauf, indem es Emissionen aus Oberflächenabflüssen stärker in den Fokus rückt und für Trennsysteme strengere Anforderungen an die Wirksamkeit von Regenklärbecken formuliert. Viele Bestandsanlagen, die nach dem Merkblatt DWA-M 153 mit einer typischen Oberflächenbeschickung von 10 m/h bemessen wurden, sind in dieser Form künftig häufig nicht mehr genehmigungsfähig.

Die Problemstellung


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